Der Anfang.

Trolla Glong - wie alles begann. Wer wer ist. Und warum wir so aussehen, wie wir aussehen (oder: des Pudels Kern bzw. des Papas Pandakopf).

Am Anfang steht natürlich die Frage, wie man aussieht.

Comicfiguren sehen ja generell nicht so aus wie echte Menschen.

 

 

Und Comicfiguren müssen das ausdrücken, was erzählt werden soll.

 

Aber man erkennt in ihnen das Wesentliche. Was zeichnet mich also aus?

Meine Familie, Freunde und der Rest der Weltbevölkerung würden bestimmt sagen, mein auffälligstes Merkmal sei meine überragend fröhliche Ausstrahlung, das charmante Lachen, des mir stets auf den Lippen liegt, und die gute Laune, die ich im Übermaß in meinem Umfeld verbreite.

 

 

Für viele ist sicherlich auch mein freundlicher Gesichtsausdruck ein wesentliches Merkmal.

 

 

Ich dagegen würde natürlich sagen, mein Merkmal ist meine prinzessinnengleiche, unglaubliche, traumhafte und zum Zerfließen wunderschöne Haarpracht. Wie jede richtige Frau mit langen Haaren kann ich sie dank geheimer Zauberkräfte in Zeitlupe schwingen. Das habe ich aus der Werbung gelernt.

 

 

Leider sind meine Haare so lang, dass ich viel zu faul bin, um sie jeden Tag zu waschen. Und manchmal wasche ich sie und sie sehen trotzdem schwer daneben aus. Deswegen kann ich sie auch nur knapp zweimal im Monat offen tragen. Mein Standard-Look ist deswegen der gute alte Tantenknoten, der sich seine Existenzberechtigung vor allem dadurch erwirbt, dass er auf einen stolzen Lebenslauf von mindestens 350 Jahren Präsenz in der Modegeschichte der Haus- und Putzfrauen zurückblicken kann.

 

 

 

 

Meine Schwester ist einfach. Sie ist niedlich, hübsch, liebenswert und weitestgehend unverdorben.




 

 

 

Mein Freund ist eine sehr, sehr schwierige Figur. Zum Beispiel die Haare. Im realen Leben funktionieren die Haare eigentlich ganz gut. Aber wenn ich meinem Freund seine aktuellen Haare auf den Kopf zeichne, sieht er aus wie Severus Snape in nett.

 

 

Außerdem trägt er ausschließlich schwarz. Aber dann wäre jedes Bild, das ich von ihm zeichne, ein wahres Trauerspiel.

 

 

Die Figur meines Freundes ist deswegen eine hundertprozentige Notlösung.

 

 

 

 

Meine Mutter wird mir bestimmt sagen, sie sehe doch überhaupt nicht so aus, wie ich sie zeichne. Aber wenn jemand so aussähe, wie ich ihn zeichne, wäre er wohl mit einem Kuriositätenkabinett einer osteuropäischen Kirmes Anfang des 19. Jahrhunderts unterwegs.

 

 

Wenn ich meine Mutter so zeichnen würde, wie sie sich selber sieht, wäre dagegen mein Blog ein Kuriositätenkabinett.

 

 

(Mama, sei netter zu dir selbst!!!)

Ich hab meine Mutter zum ersten Mal ohne Dauerwelle gesehen, da war ich Anfang 20. (Die 90er Jahre waren für meine Mutter sehr lang.) Deswegen bin ich bis heute der festen Überzeugung, dass sie eigentlich Locken hat , die sie jeden Morgen in feinsäuberlicher Kleinarbeit glättet, um uns alle hinter’s Licht zu führen. Also:

 

 

 

 

Mein Vater ist die schwierigste Figur. Seine Merkmale sind: eine prominente Nase, beeindruckende Augenbrauen, ein Schnurrbart, ein knallroter Anorak.

 

 

Eine Comicfigur ohne Nase, aber mit Schnurrbart funktioniert auch nicht besonders gut.

 

 

Früher hatte mein Vater einen Vollbart, aber auch das sieht bei einer Comicfigur nicht sehr vorteilhaft aus.

 

 

Und überhaupt – diese Augenbrauen. Mein Papa ist doch nicht der Weihnachtsmann. Also von vorne: Auf dem Lieblingsfoto von meinem Vater sitzt er neben einem Pandabären.

 

 

Besser als nichts.

 

 

 

Freunde hab ich auch. (Ein paar.) (So viele, dass ich die hier unmöglich zeichnen kann.) (Scherz. Ich bin einfach faul.)

 

 

Nun fehlen noch meine eigenen Kinder. Sie sind klein und sehnig, von starkem Haarwuchs gezeichnet und haben lange nackte Schwänze.

 

 

 

 

Jetzt kann’s ja losgehen.